Feministische Perspektiven auf digitale ästhetische Praktiken. Brown Bag Lecture

Do. 25.10.2018, 12:30-13:30, ZHDK, Raum 5.K03

Das Forschungsprojekt “Creating Commons” (2017-2019) beschäftigt sich mit aktuellen, von der digitalen Kultur inspirierten künstlerischen Praktiken. Im Feld zwischen Kunst und Commons entwickeln sie radikale ästhetische und praktische Modelle der künstlerischen und kulturellen Produktion im digitalen Zeitalter.

In den Research Meetings mit Künstler_innen, Theoretiker_innen und
Aktivist_innen zeigte sich, dass neben der digitalen Kultur der
Feminismus eine zweite zentrale Referenz darstellt. Beide berühren ein
verändertes Verhältnis von Produktion und Reproduktion. Davon ausgehend werden digitale ästhetische Praktiken und die damit verbundenen Institutionen neu gedacht und experimentell gelebt.

Was bedeutet es, wenn man die Forderung von Silvia Federici ernst nimmt und die Commons feministisch denkt, also all die auch mit der Schaffung und Verwaltung von Gemeingütern verbundene reproduktive Arbeit ernst nimmt? Welchen Stellenwert bekommen darin Institutionen, Infrastrukturen und Tools? Und wie drückt sich das spezifisch auf dem Gebiet der digitalen Commons aus?

Ausgehend von im Rahmen der Research Meetings entstandenen Interviews stellen wir einige Positionen vor und diskutieren, wie solcherart gelagerte künstlerische Praxen sich konkret artikulieren und wie sie sich im ästhetischen Feld verorten.

http://creatingcommons.zhdk.ch/