Die Performativität des Archivs

An der Veranstaltung zum Launch der online-Plattform des Archivs der Shedhalle Zürich sprach die Slavistin Sylvia Sasse über ihre Erfahrungen mit Archiven in ihrer Forschung. Dabei sprach sie zwei wichtige Punkte an: einerseits warfs sie die Frage auf: “was macht das Archiv mit mir?”, andererseits sprach sie von der Perspektivität von Archiven am Beispiel der “Dokumentation” von Performancekunst durch die Staatssicherheits-Dienste im ehemalingen Ostblock.

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Archivbegriffe

Das Archiv in der künstlerischen Forschung

Brunner/Hiltbrunner beziehen sich einerseits auf das Anarchiv, als “dichte, komplexe und wertvolle Arbeits- und Projektarchive”, andererseits auf das Archiv als kreative Kulturtechnik. Ihre Hypothese: Kunstpraxis ist forschend, wenn sie archivarische Züge annimmt.
Dieses “kulturelle Paradigma” wird historisch verortet in der Geschichte der alternativen Archiven wie dem Knastarchiv (bis 1988 betrieben vom Autonomen Knasbüro Bochum) oder der Frauengesundheitsbewegung um 1970, und kulturwissenschaftlich mit Foucault als wissens- und machtkritische politische Praxis verortet (demgegenüber stehen laut Brunner/Hiltbrunner die strikte Praxisorientiertheit der Archivwissenschaften).

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